Goldener Rhododendron
Über den Traum, auf dem Land zu leben

Vor sieben Jahren zogen wir aus, um nach dem Stadt- auch das Landleben kennen zulernen.

 

Unser erster Versuch – einige werden sich an das „Projekt Alexandra“ erinnern – endete in einem Fiasko noch dem eigentlichen Einzug.

Notgedrungen zogen wir für ein Jahr in eine winzig kleine Golfclub-Wohnung, die sich in einem sehr gewöhnungsbedürftigen Zustand befand.

Im Endeffekt gehörte das Jahr dort – bis auf die zwei tragische Todesfälle, nämlich der meines Hamster „Ronja“ und unseres Ponys „Ernie“ – zu den glücklichsten überhaupt. Wir haben auch viel gelernt, zum Beispiel, dass wir uns auch auf engstem Raum (wir haben uns zu dritt ein Zimmer geteilt) nicht an die Gurgel gehen und dass wir in einer Wohnung von unterdurchschnittlichem Niveau glücklich sein können.

Zwar mussten wir während dieser Zeit unsere Katzen in ein Tierheim in Pension geben, aber dennoch herrschte Wehmut, als das Jahr vorüber war und wir nach Reelkirchen zogen.

 

Von vielen Seiten wurden wir belächelt, als wir unsere Pferde zu uns nahmen, um sie in Eigenregie zuhalten. Oft wurde uns prognostiziert, dass wir die ganze Arbeit ja doch nicht schaffen und spätestens nach einem Jahr wieder in einen Pensionsstall gehen würden.

Zugeben: Aller Anfang ist schwer – und auf dem Land besonders. Wir haben viele Lektionen lernen müssen, Leer- und Lehrgeld bezahlt und standen tatsächlich mehr als einmal kurz davor, alles hinzuschmeißen.

Aber in den Momenten, in denen die Pferde fröhlich über die Weiden toben oder zufrieden ihr Futter mampfen, dann wissen wir, dass jede noch so große Anstrengung es wert ist, für eben diese Augenblicke zu kämpfen und wir fragen uns völlig verständnislos, wie wir überhaupt jemals zweifeln konnten.

 

Es ist viel Arbeit, es ist harte Arbeit, und es ist vor allem viel harte Arbeite – das weiß jeder, der selbst Pferde oder überhaupt ( Groß ) - Tiere in ernstzunehmender Eigenregie hält. Im Endeffekt ist es aber jeden einzelnen Handgriff doppelt wert.

Wir haben nicht umgedreht, wir sind weitergegangen. Zweifler gibt es natürlich immer noch und die wird es auch immer geben, aber wichtig ist nur eines:

 

Wir wissen was wir wollen, wir wissen was wir tun und vor allem haben wir einander. Das ist alles was zählt.

 

 

6.5.08 17:46
 


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